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Luftbild Heidenau Nord
Mitteilung vom 08.01.2019

Fertigstellung der Hochwasserschadensbeseitigungsmaßnahme am Hospital- und Schlosserbusch

Am 8. Januar luden Pirnas Bürgermeister Eckhard Lang (in Vertretung des Oberbürgermeisters Klaus-Peter Hanke) und Heidenaus Bürgermeister Jürgen Opitz im Beisein von Heiko Weigel, Beigeordneter des Landkreises Sächsische Schweiz-Osterzgebirge, zum Vororttermin an den Hospital- und Schlosserbusch. Die langjährige Maßnahme zur Hochwasserschadensbeseitigung am Hospital- und Schlosserbusch wurde Ende Dezember 2018 fertiggestellt.

Schäden während Hochwasserereignis
Im Gebiet der Städte Pirna und Heidenau kam es infolge wild abfließenden Wassers während der Hochwasserereignisse 2010 und 2013 zu erheblichen Schäden im Barockgarten, am Gewässerlauf Teichweg/ Hospital- und Schlosserbusch, im Wohngebiet Großsedlitzer Straße (Stadt Pirna) und am Gewerbestandort S 172 (Stadt Pirna).

Zusammenarbeit mit Pirna beim Wiederaufbau
Um Schäden dieser Art künftig so weit wie möglich zu reduzieren, war eine Wiederaufbauplanung erforderlich. Beide Kommunen entschlossen sich vertraglich zur nachhaltigen Gewässerinstandsetzung am Hospital- und Schlosserbusch und stimmten Planungen sowie ausführende Arbeiten miteinander ab. Die Hochwasserschadensbeseitigung am Hospital- und Schlosserbusch erfolgte vom Entstehungsgebiet des Gewässers bis zu dessen Einmündung in die Elbe und wurde in 4 Maßnahmekomplexe gesplittet. Die Maßnahmekomplexe 1 und 2 liegen in der Gemarkung Großsedlitz und damit im Stadtgebiet Heidenau.

Maßnahmen am Gewässeroberlauf (Maßnahmekomplex 1)
Hierbei erfolgten Maßnahmen am Gewässerabschnitt zwischen Neubauernweg in Großsedlitz und dem Auslauf des Bruchsteinkanals unterhalb des Barockgartens. So wurde u.a. der Entwässerungsgraben ertüchtigt sowie der Rohrdurchlass am Neubauernweg neu gebaut und in das Gewässerprofil eingebunden. Außerdem wurde das Gewässer beräumt und der Teich westlich des Barockgartens vertieft. Neben der Sanierung der Schachtbauwerke wurde auch der Auslauf des Bruchsteinkanals gesichert und neu gestaltet. Danach erfolgten landschaftspflegerische Maßnahmen am Teich sowie die Pflanzung von Bäumen zur Wiederherstellung der Gebietskulisse. Dieser Maßnahmekomplex am Gewässeroberlauf wurde im Sommer 2018 fertiggestellt.

Maßnahmen am Gewässermittellauf (Maßnahmekomplex 2)
Innerhalb des Maßnahmekomplexes 2 wurden Einzelmaßnahmen im Mittellauf des Gewässers zwischen dem Bruchsteinkanal unterhalb des Barockgartens Großsedlitz und der Flurgrenze Heidenau durchgeführt. So wurden u.a. der Sedimentfang unterhalb des Auslaufbauwerkes am Barockgarten neu gebaut und 800 Meter Wirtschaftsweg zur Gewässerunterhaltung neu errichtet. Außerdem erfolgten der Neubau von drei Sedimentations- und Rückhaltebecken mit grünen Dämmen sowie landschaftspflegerische Maßnahmen wie die Aufforstung oder die Neuanlage von Hecken. Damit soll verhindert werden, dass bei wild abfließendem Oberflächenwasser die S 172 überschwemmt wird und damit eine wichtige Strecke für Rettungsfahrzeuge frei bleibt.

In diesem Zusammenhang musste auch der vorhandene Wanderweg teilweise umverlegt werden. Da dieser Maßnahmekomplex 2 im Landschaftsschutzgebiet liegt, wurde vorher ein wasserrechtliches Plangenehmigungsverfahren durchgeführt und durch das Landratsamt Sächsische Schweiz-Osterzgebirge, Referat Gewässerschutz, genehmigt.

Förderung durch den Freistaat
Die gesamte Maßnahme wird zu 100 Prozent durch den Freistaat Sachsen gefördert. Die Maßnahmekomplexe 1 und 2 beinhalten ein Gesamtvolumen von 1,9 Millionen Euro, wovon 1,2 Millionen Euro auf den Maßnahmekomplex 2 entfielen.

Besserer Schutz für Anwohner
Mit den durchgeführten Maßnahmen verbessert sich der Hochwasserschutz für die Anwohner erheblich. Das Niederschlagswasser wird künftig in seinem Entstehungsgebiet zurückgehalten und die Abflussmenge moderat an den Gewässerlauf abgegeben, sodass die Infrastruktur sowie die Anlieger besser geschützt sind. Und auch der Barockgarten Großsedlitz ist bei eventuellen Niederschlagsereignissen in Zukunft besser abgesichert.